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Historie

Am 29. September 1924 wurde die Winzergenossenschaft Bickensohl von 45 Mitgliedern gegründet. Es war ein Wagnis, da der Genossenschaft jede finanzielle Grundlage gefehlt hat. Die ersten zwei Jahre wurden die Weine im Keller des Weingutes Trautwein, welcher von der Genossenschaft gemietet wurde, untergebracht. Jedoch zeigte sich bald, dass eine zweckmäßige Abwicklung den Bau eines eigenen Kellers erforderte.

Man hatte sich dann 1926 entschlossen, den ersten Winzerkeller mit einem Fassungsvermögen von 2500 hl zu bauen. Die Mitglieder haben unter erheblichem Aufwand an Eigenleistung den Grundstein zu einer Entwicklung gelegt, die seinerzeit noch nicht abzusehen war. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten nahm die junge, 68 Mitglieder zählende, Genossenschaft eine erhebliche Zinslast auf sich. Am 1. Oktober 1926 wurde der Keller in Betrieb genommen.
Der Weinbau hatte in den zwanziger Jahren schlechte Zeiten durchzustehen. Es war wohl mit der Verdienst einiger umsichtiger Männer, dass die Genossenschaft ohne Verluste diese Krisenjahre überstand. In diesem Zusammenhang darf die Tätigkeit des Geschäftsführers und Vorstandsvorsitzenden Friedrich Koch, welcher 33 Jahre, bis zu seinem Tode, Geschäftsführer war, erwähnt werden. Weiter hatte maßgebenden Einfluss auf die Entwicklung der Genossenschaft der Vorstandsvorsitzende Bürgermeister Karl Glyckherr, welcher 21 Jahre in der Verwaltung der Genossenschaft tätig war. Auch die Kellermeister Georg Koch und Emil Johner haben in den Aufbaujahren der Genossenschaft hervorragende Dienste geleistet.

1935
Bereits bis 1935 waren nur noch wenige Weinbaubetriebe nicht der Genossenschaft angeschlossen. Die Erkenntnis der genossenschaftlichen Vermarktung hatte sich durchgesetzt. Die Kapazität der Genossenschaft wurde auf 6000 hl erweitert. 

Mit der Erstellung eines stattlichen Gebäudes und Erfassung der Winzer des ganzen Dorfes, war die Winzergenossenschaft Bickensohl schon damals beispielgebend für das badische Weinland. Wie weitsichtig man geplant hatte, zeigte sich darin, dass bis zum Jahre 1951 keinerlei größere bauliche Veränderungen notwendig waren.

1951
In diesem Jahre wurde die Erfassungsanlage der Trauben neu ausgebaut und die Lagerkapazität auf 10000 hl erhöht.

1960
Durch die guten Weinjahre 1957 bis 1959 sah man sich genötigt, einen Stahltankkeller mit einer Lagermöglichkeit von 6000 hl zu erstellen.

1963/1964
Nach Ausbau des Lagerkellers war das Problem der Flaschenlagerung, Flaschenfüllung und rationeller Geschäftsabwicklung noch nicht gelöst, sodass man sich gezwungen sah, im November 1962 mit dem Bau eines Betriebsgebäudes, Flaschenkellers und Verwaltungsgebäudes zu beginnen.
Das Betriebsgebäude konnte im Spätjahr 1964 bezogen werden, im Frühjahr 1965 die weiteren Räumlichkeiten.

Der Weg von der Not- zur Erfolgsgemeinschaft wurde seitdem beschritten. Eine rege Bautätigkeit und zahlreiche Flurbereinigungen prägten die Geschichte der Genossenschaft mit. Daran ist aber auch der Aufschwung fest gemacht und sehr transparent.